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Begleitforschung – notwendiges Monitoring

Aus Anlass der Einführung von SwissDRG hat die FMH das renommierte Forschungsinstitut gfs.bern im Jahr 2010 beauftragt, eine wissenschaftliche Untersuchung durchzuführen. Ziel ist es dabei, die Situation insbesondere der Spitalärzte vor und nach der SwissDRG-Einführung zu kennen, um allfällige Fehlentwicklungen frühzeitig aufzudecken.

 
Die Resultate der ersten Befragung zeigen, dass Ärztinnen und Ärzte sich stark mit ihrer Arbeit identifizieren. Durch die Einführung von SwissDRG befürchten sie aber eine eingeschränkte Behandlungsfreiheit und einen weiter zunehmenden administrativen Aufwand. Ob und inwiefern dies zutreffend ist, darüber soll eine zweite Umfrage des gfs.bern Aufschluss geben, mit deren Ergebnisse im kommenden Jahr zu rechnen ist.
 

 

Begleitende Untersuchung aus Anlass der Einführung von SwissDRG – welche Fragen stehen im Vordergrund

 

 

Aus dem Konzept: die wichtigsten Empfehlungen in Kürze

 

  • Etablieren der Begleitforschung bis spätestens am 1. Januar 2011

  • Begleitforschung im unfassenden Sinn umsetzen (->Versorgungsforschung bzw. health services research) und Führungsdaten als Entscheidungsgrundlage für eine nachhaltige Gesundheitspolitik aufbauen
  • Begleit- bzw. Versorgungsforschung als Daueraufgabe betreiben und nicht lediglich als Evaluation der Einführungsphase
  • Unterscheidung zwischen folgenden drei Sichtweisen:
    – Patientensicherheit und Versorgungsqualität
    – Situation der betroffenen Berufsgruppen
    – Gesundheitssystem als Ganzes
  • Gleichwertige Bearbeitung der im Konzept beschriebenen Indikatoren
  • SwissDRG AG soll Hauptträgerin sein
  • Abwicklung der eigentlichen Forschungstätigkeit durch den Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung
  • Finanzierung aus folgenden Quellen:
    – Betriebskosten der leistungserbringenden Spitäler (namentlich für die
       medi­zinische und die administrative Krankenhausstatistik)
    – Zuschlag pro DRG-Fall
    – Budgetmittel des Bundes für die Evaluation der Wirkungen des KVG
    – Weitere Forschungsmittel
 

 

FMH und H+ schreiben gemeinsam eine wissenschaftliche Untersuchung zu den Leistungs- und Kostenverschiebungen zwischen dem stationären und ambulanten Sektor aus. Die beiden Akteure reagieren damit auf die schleppende Umsetzung der Begleitforschung im Dossier SwissDRG.

 

Die Studie soll nicht nur das Ausmass der Verlagerung von Abklärungen und Behandlungen vom akutstationären in den spital-/praxisambulanten Sektor aufzeigen, sondern auch die Gründe dafür untersuchen. So erhalten die Leistungserbringer in Zukunft verlässliche Daten, um gegenüber Politikern und Partnern mit Zahlen und Fakten argumentieren können. Lesen Sie dazu die Ausschreibung für die Untersuchung und die Berichterstattung in der Schweizerischen Ärztezeitung.

 

Prof. Dr. Stefan Felder, Universität Basel, sowie B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung AG, Basel führen gemeinsam im Auftrag der FMH und H+ diese Untersuchung durch.

 

 


 
 
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