Vorbeugen ist besser als Heilen – was der Volksmund schon lange weiss, ist auch in der Gesundheitspolitik ein zunehmend wichtiges und unumgängliches Thema: Gesundheitsförderung und Prävention nehmen im schweizerischen Gesundheitswesen einen immer breiteren Raum ein. Und sie stellen auch für Ärztinnen und Ärzte ein wichtiges Handlungsfeld dar:
Die FMH setzt sich deshalb aktiv mit den Entwicklungen im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention auseinander. Sie bringt die medizinische Sichtweise in die laufenden Diskussionen ein und nimmt Stellung zu Gesetzesvorlagen. Als zentrale Akteurin im Gesundheitswesen arbeitet sie auch in verschiedenen nationalen Gremien und Arbeitsgruppen mit. Die Aktivitäten lassen sich in vier Hauptbereiche gliedern:
Gesundheitsförderung und Prävention kurz erklärt
Die Begriffe Gesundheitsförderung und Prävention liegen eng beieinander und werden oft als Synonyme benutzt. Doch hinter ihnen stehen ganz unterschiedliche Konzepte und Strategien.
Die Krankheitsprävention bedeutet: einer Krankheit zuvorkommen (Vorbeugung), um sie zu verhindern oder abzuwenden. Prävention hat ihren Ausgangspunkt also bei spezifischen Krankheiten oder Störungen und zielt darauf, diese Risiken zu minimieren oder auszuschalten (Beispiele: Impfprogramme, Mammografiescreening, Safer Sex-Kampagnen)
Gesundheitsförderung setzt bei der Stärkung von Ressourcen und Schutzfaktoren an und will diese fördern (Beispiel: Lebenskompetenzen von Kindern steigern). Sie hat das Ziel, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern.
Beide – Gesundheitsförderung und Prävention – sind dann besonders wirkungsvoll, wenn sie verhaltensbezogene und verhältnisbezogene Massnahmen miteinander kombinieren.
Einflussnahme auf den individuellen Gesundheitszustand oder auf
individuelles Gesundheitsverhalten
Beispiel: einen Raucher überzeugen, weniger zu rauchen
Einflussnahme auf Gesundheit/ Krankheit durch Veränderung der
Lebensbedingungen/Umwelt von Personen
Beispiel: Einrichten rauchfreier Bahnhöfe