Drogen und die Nachfrage danach sind eine Realität – ebenso wie der Wunsch nach einer drogenfreien Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, sich pragmatisch mit der gesamten Problematik auseinanderzusetzen.
Die FMH setzt sich im Bereich der psychoaktiven Substanzen für eine umfassende Gesundheitspolitik ein, die alle Probleme im Zusammenhang mit der Ver¬wendung von solchen Substanzen wie auch von nicht substanzabhängigen Problemen (Beispiel: Spielsucht) einbezieht. Das Ziel dieser Politik besteht nicht nur darin, die Verwendung an sich zu vermeiden, sie beinhaltet auch die Prävention und die Verringerung der schädlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Konsum.
Die FMH ist aktives Mitglied der Nationalen Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik.
Fortbildung
Früherkennung Risikokonsum Alkohol in der Arztpraxis
Mit der im Seminarkonzept vorgestellte Vorgehensweise – sie basiert auf Motivational Interviewing und Kurzintervention – lässt sich eine günstige therapeutische Umgebung herstellen, die es den Patientinnen und Patienten erlaubt, ihre Gesundheit selbstverantwortlich in die Hand zu nehmen. Bei gewünschten Verhaltensänderungen soll der Arzt mit allen Mitteln unterstützend eingreifen können. Gegenseitiger Respekt zwischen Ärztin und Patient führt auch im schwierigen Bereich der Suchtbehandlung häufiger zu einer befriedigenden und erfolgversprechenden Dialogbereitschaft und Verhaltensänderung
Frei von Tabak
Ärztinnen und Ärzten kommt in der Raucherentwöhnung eine Schlüsselrolle zu – umso wichtiger ist es, dass sie sich die Kenntnisse und Fähigkeiten dafür aneignen. Das Ziel dabei ist es, Häufigkeit und Qualität von Rauchstopp-Beratungen zu verbessern und dadurch die Anzahl der erfolgreichen Raucherentwöhnungen zu erhöhen.
Das bei der Krebsliga Schweiz angesiedelte Projekt «Frei von Tabak» bietet in der ganzen Schweiz ärztliche Fortbildungskurse zur Rauchstopp-Beratung an.
Unterlagen & Information
praevention@fmh.ch