Die Patientinnen und Patienten zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit der bestmöglichen medizinischen Leistung versorgen und so eine hohe Versorgungsqualität schaffen – das ist ein Leitgedanke des professionellen ärztlichen Selbstverständnisses. Qualitätsfördernde Aktivitäten gehören für die Ärzteschaft dabei zum Alltag. Die FMH als ihr Berufsverband hält die medizinische Qualität entsprechend in ihrer Standesordnung fest.
In der Diskussion über die medizinische Qualität nimmt die FMH eine proaktive Rolle ein. Sie koordiniert und vermittelt innerhalb der Ärzteschaft und sie lanciert vielfältige Projekte. Gegenüber den Partnern im Gesundheitswesen erhebt die FMH – zusammen mit den ärztlichen Fachgesellschaften und Dachorganisationen – klar den fachlichen Führungsanspruch: Keine Messungen, Auswertungen oder Veröffentlichungen von medizinischen Qualitätsdaten ohne Einbezug der Ärzteschaft!
Für eine wirksame und zweckmässige Medizin braucht es Qualitätsmessungen, die sinnvolle Aussagen zur Behandlungsqualität ermöglichen. Im Vordergrund muss dabei der Nutzenzuwachs stehen. Ein zentraler Aspekt der Qualitätsarbeit ist zum Beispiel die Patientensicherheit: Fehlerarme Prozesse bewahren die Patientinnen und Patienten vor Schaden und fördern gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit. So können von einer transparenten Qualitätskultur letztlich alle profitieren: die Patienten, die Leistungserbringer und die Kostenträger.