FAQ – kurz beantwortet (ist in Überarbeitung)

Weshalb es das Projekt Q-Monitoring gibt, was es bezweckt und wie es organisiert ist, umreissen die Antworten auf häufig gestellte Fragen (Frequently Asked Questions) kurz und prägnant.

 

Wozu braucht es ein Q-Monitoring? Weitere Informationen

 

Ärztinnen und Ärzte wollen ihre Patienten optimal versorgen – sie engagieren sich bei ihrer Arbeit täglich für die Qualitätssicherung, heute so stark wie kaum je zuvor. Die Forderungen der Politik und der Öffentlichkeit nach mehr Qualitätssicherung in der medizinischen Behandlung zeigen aber: Noch sind diese Qualitätsaktivitäten zu wenig sichtbar. Deshalb realisiert die FMH in Zusammenarbeit mit den Fachgesellschaften das Pilotprojekt Q-Monitoring, welches die Qualitätsaktivitäten in der ambulanten Medizin erfasst und transparent darstellt.

 

Was ist das Ziel des Q-Monitorings? Weitere Informationen

 

Ziel des Q-Monitorings ist, einen Beitrag zur ärztlichen Qualitätssicherung und -förderung zu leisten sowie im Bereich ambulant tätiger Arztpraxen Transparenz in der medizinischen Behandlungsqualität herzustellen.

 

Was ist das Pilotprojekt Q-Monitoring nicht? Weitere Informationen

 

Das Q-Monitoring ist kein neues Qualitäts-Tool. Es geht um die Erfassung von Qualitäts-Aktivitäten. Inhaltlich mischt sich das Projekt nicht ein. Es werden seitens der FMH weder Vorschriften erlassen noch Kontrollen durchgeführt. Das Q-Monitoring beruht auf vollkommener Selbstdeklaration der durchgeführten Qualitäts-Aktivitäten.

 

Was passiert in der Pilotphase des Q-Monitorings? Weitere Informationen

 

In der Pilotphase erstreckt sich das Projekt Q-Monitoring auf die Bereiche Hausarztmedizin, Psychiatrie und voraussichtlich Orthopädie. Die beteiligten Fachgesellschaften erheben in einem ersten Schritt die vielfältigen Qualitätsaktivitäten ihrer Mitglieder. Im Anschluss daran lassen sich diese Qualitätsaktivitäten bezüglich Aufwand und Nutzen werten. Parallel zu den Qualitätsaktivitäten werden Indikatoren ermittelt, welche Qualität in der ambulanten medizinischen Behandlung darzustellen erlauben. Im Rahmen des Projekts werden zudem mögliche Anreize und Methoden zur Unterstützung medizinischer Qualitätsarbeit evaluiert.

 

Besteht ein gesetzlicher Auftrag an die FMH zur Qualitätssicherung? Weitere Informationen

 

Die Sicherung der medizinischen Behandlungsqualität ist im Krankenversicherungsgesetz (KVG) und der Krankenversicherungsverordnung (KVV) verankert: Leistungserbringer, Versicherer und zuständige Behörden werden in Art. 43 Abs. 6 KVG dazu angehalten, eine qualitativ hoch stehende und zweckmässige Gesundheitsversorgung zu möglichst günstigen Kosten anzustreben. Gemäss Art. 58 KVG und Art. 77 KVV ist es ihre Aufgabe, Konzepte und Programme betreffend die Qualitätssicherung zu erstellen. Mit der Realisierung des Pilotprojekts Q-Monitoring nimmt die FMH den gesetzlichen Auftrag der Qualitätssicherung im ambulanten Sektor wahr.

 

Was geschieht mit den erhobenen Daten? Weitere Informationen

 

Die erhobenen Daten basieren auf vollständiger Selbstdeklaration durch die teilnehmende Ärzteschaft und werden streng vertraulich behandelt. Die Auswertung der Daten geschieht auf verschiedenen Ebenen. Die individuelle Ebene ist nur für den einzelnen Arzt auf seinem geschützten Mitgliederprofil ersichtlich. Dabei erhält er nebst seiner persönlichen Auswertung einen Vergleich zum Gesamt der Antworten seiner Berufskollegen. Die zusammengefassten Auswertungen sind für die Fachgesellschaften im Zusammenhang mit ihrer fachspezifischen Qualitätsentwicklung ein wichtiges Hilfsmittel. Weiter sind die zusammengefassten Daten für die FMH sowie die Fachgesellschaften eine ideale Grundlage für die politische Argumentation.

 

Welches ist die Rolle der Ärztinnen und Ärzte in der Sicherung der Qualität der medizinischen Leistungserbringung? Weitere Informationen

 

Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung sind in der ärztlichen Berufsausübung traditionell verankert. Ein entscheidender Teil der medizinischen Qualitätsarbeit wird von Ärztinnen und Ärzten geleistet, es ist deshalb unabdingbar, dass sie mitbestimmen, welche medizinischen Daten wie erhoben, ausgewertet und veröffentlicht werden. Mit dem Pilotprojekt Q-Monitoring übernimmt die Ärzteschaft die Führungsrolle in der Qualitätsdiskussion im Bereich der ambulanten ärztlichen Leistungserbringung.

 

Welches ist die Rolle der ärztlichen Fachgesellschaften in der Sicherung der Qualität der medizinischen Leistungserbringung? Weitere Informationen

 

Qualitätssicherung ist in erster Linie Aufgabe der ärztlichen Fachgesellschaften, denn nur ihnen gelingt eine fachspezifisch sinnvolle und nutzenorientierte Definition von Qualitätsaktivitäten. In der Pilotphase erstreckt sich das Q-Monitoring auf die Bereiche Hausarztmedizin, Psychiatrie und voraussichtlich Orthopädie.

 

Wer leitet das Pilotprojekt Q-Monitoring? Weitere Informationen

 

Das Pilotprojekt Q-Monitoring wird von der FMH-Abteilung Daten, Demographie und Qualität (DDQ) geleitet, namentlich vom ressortverantwortlichen Zentralvorstand Dr. med. Daniel Herren und der Abteilungsleiterin lic. phil. Martina Hersperger. Die DDQ ist für die Umsetzung der Datenerhebung und die Datenanalyse zuständig. Sie realisiert in Zusammenarbeit mit der Kommunikationsabteilung der FMH die interne und externe Kommunikation der Arbeiten und Ergebnisse.

 

Wieso ist die Deklaration meiner Q-Aktivitäten auf myFMH wichtig? Weitere Informationen

 

Mit der Deklaration Ihrer Q-Aktivitäten auf dem Mitgliederportal myFMH helfen Sie mit, die Qualitätsarbeit der gesamten Ärzteschaft für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Repräsentative Daten sind starke Daten, welche die Argumentationsgrundlage für eine sinnvolle Qualitätsdiskussion bilden. Behauptungen bezüglich der Qualitätsarbeit können bestätigt oder widerlegt werden. Die Ärzteschaft macht glaubwürdig, dass sie zu ihrer Qualität steht und an einer Verbesserung der Transparenz in der ambulanten Medizin interessiert ist. Durch eine transparente Qualitätskultur wird das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Arbeit der Ärzteschaft gefördert.

 

Was nützt mir persönlich die Selbstdeklaration meiner Qualitätsaktivitäten auf myFMH? Weitere Informationen

 

Die Auswertung gibt eine individuelle Rückmeldung darüber, in welchen Bereichen der Qualitätssicherung ich bereits viel geleistet habe und in welchen eventuell noch ein Verbesserungspotential besteht. Dadurch kann ich meine Behandlungsqualität steigern. Ferner erlaubt mir die Auswertung einen Vergleich mit dem Gesamt der Antworten aller Fachkolleginnen und -kollegen und ist eine wertvolle Orientierung im Dschungel möglicher Qualitätsaktivitäten.

 

Welchen Beitrag kann die einzelne Ärztin für das Pilotprojekt Q-Monitoring leisten? Weitere Informationen

 

Jede Ärztin und jeder Arzt kann seine eigenen Qualitätsaktivitäten auf dem Mitgliederportal myFMH deklarieren. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ca. 15 Minuten. Die Angaben werden streng vertraulich behandelt.

 

Wie werden die Qualitätsaktivitäten in den Pilotfachbereichen erfasst? Weitere Informationen

 

Die Teilprojektgruppen erarbeiteten Raster für die Erfassung der Qualitätsaktivitäten innerhalb ihrer Fachrichtungen. Diese Aktivitätsraster werden zu internettauglichen Fragebogen aufbereitet. Mit entsprechendem IT-Support führt die DDQ einen Pretest mit je einer kleinen Stichprobe pro Pilotbereich durch, um diese fachspezifischen Fragebogen zu optimieren. Im Winter 2010 sind alle Mitglieder der involvierten Fachgesellschaften dazu aufgefordert, ihre Qualitätsaktivitäten anhand des Fragebogens auf dem Mitgliederportal myFMH zu deklarieren.

 

Was sind Qualitätsaktivitäten? Weitere Informationen

 

Unter Qualitätsaktivitäten sind sämtliche Massnahmen zu verstehen, welche Ärztinnen und Ärzte regelmässig zur Sicherung der medizinischen Behandlungsqualität durchführen. Dazu gehören beispielsweise Medikamenten- und Laborkontrollen, Zufriedenheitsbefragungen der Patienten, Fortbildungen, Teilnahme an Qualitätszirkel etc.

 

Wie setzt sich die Q-Kommission zusammen und was ist ihre Aufgabe? Weitere Informationen

 

Die Qualitätskommission setzt sich aus der Projektleitung, den Vertretern der beteiligten Fachgesellschaften und Experten zusammen. Aus den in den Teilprojektbereichen festgelegten Qualitätsaktivitäten definiert die Qualitätskommission Indikatoren, welche geeignet erscheinen, sinnvolle Qualitätstransparenz herzustellen.

 

Wer hat das Erhebungsinstrument (Fragebogen) für das Pilotprojekt Q-Monitoring entworfen? Weitere Informationen

 

Die verwendeten Fragebogen sind das Ergebnis von Arbeitsgruppen aus Vertretern jener Fachgesellschaften, die an Q-Monitoring mitarbeiten. Für die Erhebung im Bereich der Hausarztmedizin sind dies die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SGAM), die Schweizerische Gesellschaft für Innere Medizin (SGIM) und die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie (SGP). Die Arbeitsgruppe für den Fragebogen im Bereich der Psychiatrie setzt sich zusammen aus Vertreten der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) und der Schweizerischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (SGKJPP).

 

Wie profitieren die involvierten Fachgesellschaften vom Pilotprojekt Q-Monitoring? Weitere Informationen

 

Durch die Erarbeitung der jeweiligen fachspezifischen Fragebogen zu den Qualitätsaktivitäten entsteht eine konstruktive Diskussion über die geleisteten oder erwünschten Qualitätsaktivitäten innerhalb einer Fachgesellschaft. Durch das Q-Monitoring erhalten die Fachgesellschaften klare Informationen, wo die Stärken und Schwächen in der Qualitätssicherung ihres Spezialgebiets liegen. Dies stellt eine gute Entscheidungsgrundlage für bspw. zielgerichtete Weiter- und Fortbildungsangebote dar oder kann für eine Qualitätsplanung innerhalb der Fachgesellschaft hilfreich sein.

 

Wer ist in der Beobachtergruppe des Q-Monitorings vertreten? Weitere Informationen

 

Die FMH hat ihre Partnerorganisationen im Gesundheitswesen dazu eingeladen, das Pilotprojekt als Beobachter zu begleiten. Zum heutigen Zeitpunkt sind in der Beobachtergruppe das BAG, die GDK, H+, santésuisse, der Dachverband Schweizerischer Patientenstellen, die Stiftung für Patientensicherheit, die Medizinaltarifkommission/SUVA sowie die Krankenversicherungen Helsana, CSS und Concordia vertreten. Die Präsidenten der am Projekt beteiligten Fachgesellschaften sowie die Präsidenten des VEDAG und des Kollegiums für Hausarztmedizin sind ebenfalls Mitglieder der Bobachtergruppe.

 

Weshalb involviert die FMH die Partner im Gesundheitswesen als Beobachter des Projekts Q-Monitoring? Weitere Informationen

 

Medizinische Qualität ist gemäss Leitbild ärztliche Qualität FMH eine Koproduktion aller Gesundheitspartner. Deshalb ist es wichtig, möglichst viele dieser Partner in das Projekt Q-Monitoring zu integrieren. Als Beobachter begleiten das Projekt namentlich das BAG, die GDK, H+, santésuisse, die Stiftung für Patientensicherheit, die Medizinaltarifkommission/SUVA, der Dachverband Schweizerischer Patientenstellen sowie die Krankenversicherungen Helsana, CSS und Concordia. Durch den Einbezug dieser verschiedenen Partner ist  eine Plattform für einen produktiven Dialog zum Thema Qualität in der ärztlichen Leistungserbringung für die verschiedenen Interessensgruppen entstanden.

 

Was folgt auf das Pilotprojekt Q-Monitoring? Weitere Informationen

 

Im Anschluss an die Pilotphase ist das Q-Monitoring ambulante Medizin Schweiz geplant: Die Erfassung der Qualitätsaktivitäten sämtlicher medizinischen Fachrichtungen im ambulanten Sektor.

 

Wie komme ich zum Fragebogen? Weitere Informationen

 

Als erstes gehen Sie auf die Internetseite www.myfmh.ch und klicken auf „Registrierung und Login“. Wählen Sie die Login-Art. Danach klicken Sie auf „Fragebogen Q-Monitoring“. Der Fragebogen erscheint und Sie können Ihn ausfüllen und abspeichern. Sie finden die Anleitung auch im PDF-Format.

 

Wo kann ich mich bei Problemen mit der Registrierung hinwenden? Weitere Informationen

 

Falls Sie Fragen zur Registrierung auf unserer Mitgliederplattform myFMH haben, ist die Abteilung Dienstleistungen Mitglieder für Sie da: Telefon 031 359 12 59, E-Mail dlm@fmh.ch. Bei weiteren Fragen zum Projekt Q-Monitoring oder zum Fragebogen können Sie sich an die Abteilung Daten, Demographie und Qualität DDQ wenden: Telefon: 031 359 11 11 oder E-Mail ddq@fmh.ch.

 
 

Wofür steht DDQ? Weitere Informationen

 

DDQ steht als Kürzel für die Abteilung Daten, Demographie und Qualität der FMH, welche von lic. phil. Martina Hersperger geleitet wird. Der ressortverantwortliche Zentralvorstand ist Dr. med Daniel Herren. Die DDQ leitet das Pilotprojekt Q-Monitoring.

 

Wo finde ich Informationen zum Q-Monitoring? Weitere Informationen

 

Erfahren Sie mehr über das Pilotprojekt Q-Monitoring. Finden Sie Informationen auf  > Qualität > Q-Monitoring. Oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf: ddq@fmh.ch.