Die FMH setzt sich dafür ein, dass alle Patientinnen und Patienten Zugang zu einer qualitativ hochstehenden und finanziell tragbaren medizinischen Versorgung haben. Sie erarbeitet dafür wichtige Grundlagen und entwickelt Lösungen für anstehende Herausforderungen. Lesen Sie unsere Dossiers zu den wichtigsten Herausforderungen in der Gesundheitspolitik:
Der TARMED wurde im Jahr 2004 in der gesamten Schweiz als national einheitliche, ambulante Tarifstruktur in Kraft gesetzt. Viele Parameter sind nicht mehr zeitgemäss, daher drängt sich eine Gesamtrevision der Tarifstruktur auf. Im Jahr 2016 scheiterte ein erster Versuch, weil Krankenversicherer wie Ärzteschaft den Tarifvorschlag ablehnten. Daher wurde 2017 ein neues Revisionsprojekt gestartet. Die Ärzteschaft ist sich einig und will die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss eines neuen ambulanten Tarifs führen. Per Ende 2018 soll dieser beim Bundesrat zur Genehmigung eingereicht werden.
Bis Ende Juni 2019 gilt in der Schweiz eine befristete Zulassungsbeschränkung für Ärztinnen und Ärzte in eigenverantwortlicher Tätigkeit (selbständig oder angestellt). Bundesrat und Parlament sind daran, eine neue Regelung auszuarbeiten, um nahtlos mit einer unbefristeten Lösung anzuschliessen. Die FMH hat bereits im Jahr 2016 einen eigenen Vorschlag mit drei kumuliert zu erfüllenden, einfach anwendbaren, nationalen Qualitätskriterien zur Steuerung der Zulassung lanciert.
Bundesrat, Parlament und einzelne Parteien haben im Jahr 2017 beschlossen, das Kostenwachstum im Gesundheitswesen dämpfen zu wollen. Verschiedentlich wird die Einführung eines Globalbudgets gefordert. Die FMH unterstützt Kostendämpfungsmassnahmen, welche wirkungsvoll und ohne Einschränkungen der Patientenversorgung realisierbar sind. Eine Absage ist aber der Einführung eines Globalbudgets zu erteilen, weil dieses zu Lasten der Patientinnen und Patienten geht.
Schweizerische Ärztezeitung, Nr. 19/20, 2018
Schweizerische Ärztezeitung, Nr. 19/20, 2018
Schweizerische Ärztezeitung, Nr. 8, 2018
Schweizerische Ärztezeitung, Nr. 8, 2018
Schweizerische Ärztezeitung, Nr. 47, 2017
Schweizerische Ärztezeitung, Nr. 24, 2017
Schweizerische Ärztezeitung, Nr. 7, 2017
Mit der einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) könnte die Entwicklung der Gesundheitskosten gedämpft und die integrierte Versorgung gestärkt werden. Curafutura hat einen Erklärfilm produziert, der die einheitliche Finanzierung und deren Wirkung aufzeigt.
Folgende Partner unterstützen die Einführung einer einheitlichen Finanzierung: curafutura, fmc, fmCh, FMH, kf, pharmaSuisse, SBV, SPO.
Medienmitteilung, 05.02.2018
Schweizerische Ärztezeitung, Nr. 11, 2017
Was erhält die Bevölkerung für die Gesundheitsausgaben? Welcher Nutzen wird damit erzielt? Eine Serie in der Schweizerischen Ärztezeitung beleuchtet den wachsenden Nutzen der Gesundheitsversorgung. Vertreter verschiedener Fachdisziplinen erläutern dazu Beispiele aus ihren Arbeitsbereichen.
Die Zusammenarbeit der Ärzteschaft mit der Pharmaindustrie ist seit langem etabliert und liegt im Interesse einer guten Gesundheitsversorgung. Der Patient muss immer davon ausgehen können, dass der Arzt ihm die für ihn beste Therapie vorschlägt. Deshalb hat die FMH bereits 2006 gemeinsam mit der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften Verhaltensrichtlinien zur Zusammenarbeit von Ärzteschaft und Industrie erarbeitet und für FMH-Mitglieder verpflichtend erklärt. Diese Richtlinien halten fest, wie die Zusammenarbeit in der Forschung, in der Weiter- und Fortbildung, bei einer Expertentätigkeit und bei Geschenken zu regeln ist, damit die Objektivität und Unabhängigkeit von Ärztinnen und Ärzten gewahrt bleibt. Die Richtlinie «Zusammenarbeit Ärzteschaft – Industrie» der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften ist im Anhang 1 (E) der FMH-Standesordnung enthalten.
Seit 2016 legen die Pharmaunternehmen im Internet alljährlich sämtliche geldwerte Leistungen offen, die Fachpersonen oder Gesundheitsversorgungs-Organisationen von Pharmaunternehmen erhalten. Die FMH unterstützt seit 2014 den Pharma-Kooperations-Kodex.