SIWF – ärztliche Weiter- und Fortbildung
 

Guidelines

Medizinische Guidelines sollen helfen, im Interesse der bestmöglichen Behandlung der Patientinnen und Patienten evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen. Es gibt bereits unzählige Guidelines und laufend entstehen neue. Dies erschwert den Überblick und führt zu Unsicherheiten bei der Verwendung. Die SAQM sieht es als ihre Aufgabe mit Ihren Projekten Gesundheitsfachpersonen und weitere Interessensgruppen im Bereich medizinischer Guidelines zu unterstützen.

Online-Plattform «Guidelines Schweiz»

Die Online-Plattform «Guideline Schweiz» soll hier Abhilfe schaffen: Sie dokumentiert einheitlich strukturierte Guidelines und bietet damit einen Überblick sowie Informationen über Guidelines.

Seit 2017 können Fachgesellschaften, Spitäler/Kliniken und weitere Organisationen im Gesundheitswesen, die von ihnen anerkannten Guidelines auf der Online-Plattform «Guidelines Schweiz» dokumentieren. Die Online-Plattform wird regelmässig aktualisiert und dient als Basis für weitere Arbeiten der SAQM zum Thema Guidelines.

Wie beeinflussen Richtlinien und Empfehlungen die medizinische Behandlung?

Das Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich untersucht im Rahmen eines vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Projekts die Auswirkungen von Richtlinien und Empfehlungen auf die medizinische Behandlung. Zur Nutzung von Synergien steht die FMH/SAQM im Austausch mit den Projektverantwortlichen Prof. Dr. Matthias Schwenkgelenks und Prof. Dr. med. Holger Dressel.

Zum Umgang mit Interessenkonflikten bei der Ausarbeitung von Guidelines

Das Positionspapier «Nachhaltige Medizin» der SAMW fordert, dass die Auswahl medizinischer Interventionen mit Augenmass zu erfolgen hat. Die Haltung «möglichst alles zu machen, und zwar möglichst sofort» solle ersetzt werden durch die Haltung «genug zu machen, aber nicht zu viel». Mit neu veröffentlichten Empfehlungen bietet die SAMW nun Orientierung für solche «wise choices».

Die SAMW geht von drei Bedingungen aus, unter denen «wise choices» überhaupt erst möglich werden: 1. Unabhängige Guidelines definieren eine «Baseline» für Qualität im weiten Sinn; 2. der Arzt und der Patient entscheiden gemeinsam im Sinne des «shared decison making»; 3. Interessenkonflikte sind konsequent offenzulegen und dessen Umgang ist zu klären.

Die Empfehlungen zum Umgang mit Interessenkonflikten vermitteln eine Übersicht über die bestehenden Regelungen in der Schweiz und in ausgewählten Ländern. Sie formulieren drei grundlegende Prinzipien (Offenlegung; Vermeiden; Management) und skizzieren sieben «Leitplanken», die beim Umgang mit Interessenkonflikten zu beachten sind.

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