FMH – Berufsverband
 

ST Reha

Die Vergütung in der stationären Rehabilitation soll künftig direkt von den erbrachten Leistungen abhängen. Damit diese Leistungen erfasst werden können, sind entsprechende Definitionen in der Prozedurenklassifikation CHOP nötig.

Die FMH und ihre Fachgesellschaften engagieren sich hier aktiv. Gemeinsam haben sie für die verschiedenen Rehabilitationsarten jene Basisleistung beschrieben, die jeder Patient mindestens erhalten soll. Ausserdem wurden Zusatzleistungen definiert, die je nach Indikation und Bedarf ergänzend erbracht werden. Die Vorschläge der Ärzteschaft sind erstmals in die CHOP-Version 2019 eingeflossen. Seither wurden die rehabilitationsspezifischen CHOP-Kodes stetig weiterentwickelt und ergänzt. Die untenstehenden Dokumente stellen den jeweils aktuellsten Stand der Vorgaben dar (CHOP-Version 2021 inkl. Änderungen gemäss den Rundschreiben für Kodiererinnen und Kodierer).

1. Basisleistung in der Rehabilitation

Personelle und infrastrukturelle Minimalanforderungen - Referenzdokument

Zur Erbringung der oben beschriebenen Basisleistungen in der stationären Rehabilitation wird die Erfüllung von spezifischen personellen und infrastrukturellen Minimalanforderungen vorausgesetzt.

Hierzu verweist die Schweizerische Operationsklassifikation CHOP beim Kode BA unter Mindestmerkmal Punkt 0 auf das Referenzdokument mit den jeweiligen Anforderungsprofilen für die verschiedenen Rehabilitationsarten. Für jede Rehabilitationsart steht das entsprechende Dokument nachfolgend zur Verfügung:

2. Zusatzleistungen in der Rehabilitation

  • Für die Abbildung weiterer Zusatzleistungen sind zudem folgende CHOP-Kodes hervorzuheben, die im Zuge der Veröffentlichung der CHOP-Version 2019 an die Gegebenheiten der Rehabilitation angepasst wurden: Isolierung, diagnostischer Hausbesuch, Berufsrehabilitation, Behandlung von Atemregulationsstörungen ausserhalb Intensivpflegestation/Intermediate Care.

Wichtig ist, dass die Kliniken ihre Leistungen anhand der neuen CHOP-Kodes erfassen. Zur Unterstützung bei der Leistungserfassung hat die FMH Dokumentationsmuster erarbeitet. Anhand der Leistungs- und Kostendaten der Kliniken wird die SwissDRG AG die neue Tarifstruktur entwickeln. 

Die verschiedenen Anliegen der betroffenen medizinischen Fachgesellschaften werden in der FMH-Begleitgruppe ST Reha gebündelt, um sie in der SwissDRG AG einzubringen. Die Einführung von ST Reha ist auf den 1. Januar 2022 vorgesehen.

Antragsverfahren

Die Ärzteschaft beteiligt sich mit ihren Anträgen aktiv an der zukünftigen Ausgestaltung des Tarifsystems ST Reha. Die Präsidenten und Tarifdelegierten der Fachgesellschaften und Dachverbände werden hierbei von den Tarif- und Kodierexperten der FMH unterstützt.

Termine

  • Anträge an die SwissDRG AG zu ST Reha sowie zu Medikamenten und Substanzen: 2021 abgeschlossen
  • Anträge an das BFS zu Kodierungsrichtlinien: 2021 abgeschlossen und für CHOP-Kodes: 2021 abgeschlossen
  • Anträge an das DIMDI zu ICD-10-GM: 2021 abgeschlossen

Nützliche Unterlagen zur Antragsstellung

CHOP Dokumentationsmuster

Die FMH-Dokumentationsmuster dienen zur Abbildung komplexer medizinischer Leistungen und multimodaler Behandlungskonzepte. Die bereits bestehenden Muster des Vorjahres wurden anhand der CHOP 2021 aktualisiert und um neue Dokumentationsmuster ergänzt. Als eine Art Checkliste werden die Informationen über die erbrachten Leistungen möglichst einfach zusammengefasst und können den spitalspezifischen Bedürfnissen angepasst werden. Diese Dokumentationshilfen ersetzen die detaillierte Leistungserfassung jedoch nicht.

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